WPC Dielen, Edelstahlgeländer und Auffahrrampe – Umbau des Uralt Balkons zum Outdoor Wohnraum

Eines der Hauptgründe für den Kauf unseres 68er Eigentums war und ist der Balkon. Dieser ist für meine Angetraute von essenzieller Bedeutung und in den Sommermonaten der erste Anlaufpunkt direkt nach der Kaffeemaschine. Leider hatte die Sache einen kleinen Hacken, die daran angeschlossene Immobilie war aus dem gleichen Geburtsjahr und das unverändert seit über 40 Jahren!

Ich bin jetzt echt nicht verwöhnt, aber der Anblick des Innenraums samt passendem Interior verschlug mir die Sprache… für Tage. Daran änderte auch der Balkon nichts, der ist zwar echt groß, aber auch in einem hochbetagtem Zustand.

Was soll man dazu sagen? Eine Kunstwiese als Boden, was den Namen Wiese echt nicht verdient hat und ein Geländer dessen Erscheinungsbild weit, wirklich sehr weit davon entfernt ist Urlaubsstimmung zu erzeugen.

Dennoch, meine Frau beharrte auf das kleine Häuslein (knapp 112qm) und sah etwas in der Immobilie, dass mir irgendwie verwehrt blieb. Vor allem der Balkon hat es ihr angetan, was ich so gar nicht verstehen konnte. Was soll ich sagen, am Ende sollte sie recht behalten und ein paar Monate später standen wir da, mit Abbruchhammer in der Hand und viel Fantasie im Oberstübchen.

Die Balkonsanierung beginnt

Der erste Schritte in Sachen Balkonsanierung vollzog sich aber erst ein Jahr später, nachdem endlich der Innenausbau so gut wie abgeschlossen war.

Der erste Arbeitsschritt bestand darin, den Balkon blank zu ziehen. Zum Vorschein kam eine kupferne Oberfläche dessen Stoßstellen mit Falzen versehen und zusätzlich verlötet war. Alle Achtung, gepfuscht wurde hier schon mal nicht.

Das Kupfer und die Falze schränkte aber die Vielfalt an Bodenbelägen erheblich ein. Letztendlich entschied ich für mich für Dielen, die in meinen Augen die einzig vernünftige und hier vor allem die unkomplizierteste Art der Bodenverlegung war. Da ich mich mit der weiteren Pflege des Bodens nicht auseinandersetzen wollte, entschied ich mich für Dielen aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, kurz WPC.

Aluminium Unterbau

Der nächste Schritt bestand darin die passende Unterkonstruktion für die Dielen zu verlegen. Dabei entschied ich mich für Alu Vierkanntrohre, diese sind leicht zu verarbeiten und vor allem Witterungsbeständig. Als Unterlage dienen einfache Antirutschmatten (Amazon-Link), denn direkter Kontakt oder gar bohren in den Kupferuntergrund wollte ich tunlichst vermeiden. Das ganze System ist so gesehen schwimmend verlegt und hält später dank des Eigengewichts an Ort und Stelle.

Danach kann es auch schon mit dem Verlegen losgehen. Die WPC Dielen die wir aussuchten stammen von der Firma Fiberon und heißen „Xtreme„. Soweit ich das nach 5 Jahren beurteilen kann, sind diese tatsächlich äußerst Robust, UV- und Fleckenbeständig. Dafür aber nicht ganz billig.

Nebenbei gibt es bei diesen WPC Dielen keine vorgegebene Einbaurichtung. Die Dielen können also auch quer zum Gefälle montiert werden und das ist bei mir äußerst wichtig.

Das Verlegen selber ist ein Kinderspiel, erste Diele anlegen Klammern einlegen, nächste ranschieben, danach festschrauben. Das ganze wiederholt sich dann 66 mal und fertig ist der Balkon.

Zumindest der Boden. Das Probestellen der alten Balkonmöbel bewies, dass wir uns farbtechnisch richtig entschieden haben.

Eigentlich würde jetzt nur noch das Geländer fehlen, wenn da nicht ein kurzfristiger Geistesblitz für einen immensen Arbeitsaufwand gesorgt hätte.

Der direkte Weg in den Garten

Was aus einer abendlichen Grilllaune heraus entstand, wurde schlussendlich in die Tat umgesetzt. Die Erleuchtung bestand darin einen Weg vom Balkon direkt in den Garten zu schaffen. Im Nachhinein die wohl allerbeste Idee am ganzen Umbau.

Da unser Haus am Hang gebaut wurde, musste nach hinten nur ein Höhenunterschied von knapp einem Meter bewältigt werden. Bei einer länge von Knapp 6 Metern, konnten wir sogar mit einer Rampe arbeiten. Da die Rampe am Haus vorbeiführt, musste zuerst das Gestrüpp entfernt und anschließend ein Fundamente ausgehoben werden.

Die Unterkonstruktion der Rampe bestand aus verzinkten Stahl und hat eine angenehme breite von knapp einem Meter.

Am unterem Ende wurden die Träger direkt in den Beton eingegossen, dass sorgt für bessere Stabilität.

Jetzt nur noch schnell die Dielen verschrauben und die kalte Jahreszeit kann kommen.

Der Winter kam auch schneller als gedacht und die anfänglich auf ein paar Wochen geplante Arbeit, verschob sich bis in das nächste Jahr.

Das Edelstahl Geländer

Im Frühjahr konnte dann die Arbeit endlich abgeschlossen werden und die arbeiten am Geländer waren im vollen Gange.

Um möglichst wenig an Sicht zu verlieren, entschieden wir uns auf das im Trend liegende Milchglas zu verzichten und einfache Stahlseile zu verbauen.

Die dadurch entstandene visuelle Freiheit, hätten wir mit der getrübten Sicht des Milchglases nicht mal annähernd erreicht. Zum Glück haben wir darauf verzichtet.

Schreibe einen Kommentar